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Tangolesson 2361

Tangolesson


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Sally Potter

Tanglesson

Darsteller: Sally Potter, Pablo Veron, Gustavo Naveira, Fabian Salas, Carlos Copello
Großbritannien 1997, deutsche Fassung und Original mit Untertiteln
Laufzeit: 100 Min., zusätzl. 30 Min. Bonusmaterial, Sprachen: Deutsch, Englisch


Der Kultfilm nun endlich in deutscher Fassung. Inszeniert voller Leidenschaft, u.a. mit Pablo Verón, Gustavo Naveira und Fabián Salas
Bisher zierte ‚The Tango Lesson‘ die Regale der Tangotänzer als UK-Version oder auf VHS, nun gibt es ihn als DVD in deutscher Synchronisation – und so rückt er nun elf Jahre nach seinem Erscheinen wieder in den Blickpunkt.

Worum geht es? Die Regisseurin Sally (Sally Potter) lernt auf einer Tango-Show in Paris den Startänzer Pablo (Pablo Verón) kennen – und ist von ihm fasziniert. Die beiden schließen einen Pakt: Wenn er ihr das Tango-Tanzen beibringt, macht sie ihn zum Filmstar. Bald werden die beiden zum Liebespaar. Doch die Arbeit an dem gemeinsamen Film wird zum Prüfstein für ihre Beziehung: Während beim Tango der Mann führt, ist Sally es gewohnt, auf dem Set den Ton anzugeben.  
Die zentrale Frage „How do you follow when your instinct is to lead?“, die sich Sally Potter stellt, zeugt von einem traurigen Vorurteil über den Tango. Auch sie erweckt den Eindruck, dass ein Folgender immer in der schwächeren Position ist und das Führen an sich wertvoller sei. Gibt es denn eine Konkurrenzsituation im Tango? In dem Film ‚The Tango Lesson‘ gibt es sie ganz klar, doch dies ist ein recht eindimensionaler Blick auf den Tango.

Bildnerisch und Farbkompositorisch ist dieser Film ein Genuss. Die Regisseurin hat einen ausgesprochen guten Blick für Räume und Stimmungen und wird hervorragend ergänzt von der poetischen Kameraführung Robby Müllers. Wenn Sally Potter beobachtet, gelingen ihr eindrucksvolle Bilder. So greift sie in einer Szene gekonnt die mitunter absurde Situation auf einer Milonga auf: Sie sitzt auf einem viel zu kleinen Stuhl, skurrile Herren und Damen schreiten ernst ineinander versunken an ihr vorbei, und der erste Herr, der sie auffordert, lässt sie nach kürzester Zeit schon wieder stehen.

Die fabelhaften Tanzpassagen Pablo Veróns, darunter sein Stepptanz in der Küche, sind Schmuckstücke dieses Films. Er schauspielert mit Hilfe seines Charmes und  bleibt dabei immer er selbst: ein charismatischer Tänzer, dessen lässiges Benehmen manchmal den Anschein gibt, er würde zwar den Tango, nicht aber den Film so furchtbar Ernst nehmen.
Das Bonusmaterial der DVD bietet ein Musikvideo, Live-Performances und Probeaufnahmen und ist unbedingt zu empfehlen. Pablo Verón am Flughafen bietet lustvolle Improvisationen mit Gepäckwagen, Laufband und Rolltreppe und man wünscht sich sehr, der Film hätte die Lebendigkeit dieses Tänzers häufiger einfangen können.