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Issue 4.2020 (Nr.84) 2084

Issue 4.2020 (Nr.84)


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Ausgabe Nr. 84 – Oktober/November/Dezember 2020

Inhalt

Danza

  • Danza – 4/8 - Takt im Doppelpack - Angela Sallat & Andreas Küttner, von Sonia Shinde
  • Danza – Das ‚El Corazón‘ in Freiburg - Eine betriebswirtschaftlich gefärbte Betrachtung, von Peter Mötteli
  • Danza – Sólo Hombres - ‚Tango Chicos‘ machen Männer besser, von Geert Böttger
  • Portrait – „Tango und Kampfsport sind aus demselben Farbkasten“ - Constantin Rüger, Tangolehrer und Showtänzer, Berlin, von Lea Martin
  • Recuerdo – Jorge Dispari - Ein Nachruf auf den Tänzer und Lehrer von Andrés Casak
  • Workshop – ‚Un día de tango con … ‘ -Marina Carranza & Pablo Tamburini, von Oana Maiorescu
  • Milonga – Das Tangolicht - Über den Lichtkünstler Jochen Meyer, von Baerbel Brokate
  • Milonga – Eine Nacht auf dem Balkon - Ein Porträt des Kölner DJs Jonas Maria Joma, von Jürgen Dürmeier
  • Discusión – Erfundene Tradition? - Eine Gegendarstellung von Judita Zapatero, Michael Rühl und Ronny Feuer

Themen

  • Corona – Cortina? Cambio? Cumparsita? Was, wenn es scheinbar nicht mehr weiter geht?, von Thomas Wanner
  • Corona – Die große Verunsicherung Hygienevorschriften für Veranstalter und Tänzer, von Peter Mötteli
  • Corona – Alle Menschen werden Brüder und Schwestern. Oder nicht? Zur Polarisierung der weltweiten Tango-Community, von Melina Sedó
  • Moda – Tangomode aus Italien - Paloma Chamrai und ihre ‚Schatzkammer‘, von Vanessa Kunke
  • Galería – Kerstin Bäßmann - „Ein Tanz zwischen Tusche, Papier und mir“, von Ute Schwidden
  • Galería – Roles - Lead & Follow - Sketchnote von Anja Weiss
  • Tango & Bühne – Gotambó - Die verborgenen afrikanischen Rhythmen des Tango, von Dierk Jensen
  • Política – Der längste Lockdown der Welt - Argentinien zwischen Erfolg und Überdruss, von Eduardo Minutella
  • Festival – „Wie ein Gruß an das Immunsystem“ ‚Tango Barocco‘ im polnischen Żagań, von Ida Kretzschmar
  • Poesía – Karo - Ein Gedicht von Elisabeth Brosterhus
  • Cuento – Drei Minuten im Himmel - Eine Kurzgeschichte von Michele Ghisletta
  • Culinaria – Wenn ein Patissier Tango tanzt…. - Leckeres Plätzchenrezept von Ulrike Dömkes

Música

  • Música – Tango de Minas - Frauenpower aus Köln, von Geert Böttger
  • Música – Das Ende des Sexteto Milonguero - „Ein Akt der Aufrichtigkeit”, von Gabriel Martín Cócaro
  • Focus – Mi Tango – tu Bolero - Tango-Cover-Versionen auf den amerikanischen Tonträger-Märkten 1930-1960, von Jürgen Bieler
  • Portrait – Ikuo Abo - Der Held des Tango aus Hirosaki, von Eduardo Minutella
  • Portrait  – Der Gitarrist Pablo Cámpora - Tango, Klassik und Folklore aus Uruguay, von Jürgen Bieler
  • Música – Tanda Nr. 84 - Rodolfo Biagi und der Sänger Carlos Acuña, von Olli Eyding
  • Portrait – Juan Pablo De Lucca - Die Achse Berlin – Buenos Aires, von Sylvie Wallmen
  • Portrait – Michele Ghisletta und der Tango - Eine Beziehungsgeschichte, von Peter Mötteli
  • Recuerdo – Michel Van Der Meiren, Miguel Ángel Trillo und Axel Steinhart. Nachrufe von Pato Lorente, Diego Zas und Stefan Franzen

Events

  • Veranstaltungen – Tanzen und erleben - Tango-Bälle mit Livemusik, Konzerte, Shows, Ausstellungen
  • Tanzkalender – Tanzen gehen - Milongas und Tangosalóns in Deutschland
  • Tanzkalender – Tanzen gehen - Milongas und Tangosalóns in Europa
  • Veranstaltungen – Tango im Radio

Rubriken

  • Serie – Wie die GEMA einen (fast) ruinieren kann  Folge 2- Erfahrungen von Tango-Veranstaltern, von Agatha Ried
  • Libros – Iona Italia - Our Tango World Vol 1. & Vol. 2., von Max Peschek
  • Libros – Lea Joan Martin - Sind Tangotänzer die besseren Liebhaber?, von Susanne Mühlhaus
  • Libros – Andrea Schormair/ Silvina Masa - Mia Miau, von Vanessa Kunke
  • Libros – Martin Caparrós - Väterland, von Christa Martin
  • Libros – Janine Krüger - Heinrich Band. Bandoneon, von Jürgen Dürmeier
  • Noticias – Nachrichten und Kurzmeldungen aus der Tangowelt
  • CD-Recensiones – Johanna Juhola Fantasiatango 2, von Vanessa Kunke
  • CD-Recensiones – Roulotte Tango & Gaspar Pocai Reír, von Florian Gutmann
  • CD-Recensiones – Alejandro Sancho Tangos II, von Jürgen Bieler
  • CD-Recensiones – El Cachivache Quinteto Tiempos Extraños, von Arndt Büssing
  • Feedback – Leserbriefe - Reaktionen von unseren Leserinnen und Lesern

Leseprobe der Tangodanza Ausgabe Nr. 84 - 4.2020

Danza
Angela Sallat & Andreas Küttner - 4/8 - Takt im Doppelpack

von Sonia Shinde

Beim Vals heißt es „Mailand, Rom und Leipzig bei Nacht“, für Milonga ist es „Hänsel und Gretel, Hänsel und Gretel, Hänsel und Gretel“ und beim Tango folgt die Verdoppelung „Hänschen Klein ging allein“. Was auf das erste Hören skurril klingt, hat System im Unterricht von Andreas Küttner und Angela Sallat. „Rhythmus funktioniert im Körper von oben nach unten“, erklärt Küttner. „Am leichtesten lässt er sich mit der Stimme erfassen, dann mit den Händen klatschen, und am schwierigsten ist es, ihn vom Kopf in die Füße zu bekommen. Sprachrhythmen helfen“, sagt er. Er muss es wissen, als Berufsmusiker und ProfiSänger, der seinen Schülern als Tangolehrer beim Compás auf die Schritte hilft. Was dabei im Körper passiert und wie sich die Bewegung organisch in die Musik fügt, dafür ist Angela Sallat zuständig, die sich seit Jahren mit Körper, Mechanik und Seele befasst. Seit rund zehn Jahren unterrichten beide zusammen im /alma en vuelo/ in Leipzig. ...

 
Portrait
Constantin Rüger
- „Tango und Kampfsport sind aus demselben Farbkasten“
von Lea Martin

Constantin Rüger tanzt und unterrichtet mit Judith Preuss (Mala Junta, Berlin) seit 2000, ist auf vielen Tangoreisen unterwegs (u.a. Proitzer Mühle, Kroatien) mit Ines Moussavi (La Berlinesa, Berlin) und lebt und arbeitet mit Christiane Rohn in Berlin. Als Lehrer, Choreograph und Showtänzer (Locura Tanguera, Ilusion de Tango, Tango la Queen, Swango) hat er sich in den vergangenen 20 Jahren in Deutschland, Europa und den USA einen Namen gemacht. Er tanzt mit vollem Einsatz seines Körpers. Sein Tango ist reich, verspielt, elegant. In seinem Unterricht ist oft lautes Lachen zu hören. Constantin Rüger liebt Interaktion. Dabei wäre der Sohn eines Musikwissenschaftlers fast Lateinlehrer geworden. Vor Corona war sein Kalender mit TangoEvents im In und Ausland gefüllt.

Wie ergeht es dir in dieser besonderen Zeit?

In den ersten Wochen habe ich CoronaHilfe gekriegt. Deswegen muss ich ein großes Loblied auf den Wohlfahrtsstaat unterbringen. Das hat schnell funktioniert, ohne viel Nachfragen, und mir für zwei Monate den Rücken frei gehalten. ...

 
Serie
Wie die GEMA einen (fast) ruinieren kann
- Erfahrungen von Tango-Veranstaltern
von Agatha Ried

Vorausgeschickt sei, dass es auch positive oder neutrale Erfahrungen mit der RechteverwertungsGesellschaft gibt. Manche Veranstalter von monatlichen oder gelegentlichen kleinen Milongas in Räumen unter 100 m2 haben kein Problem mit den zu zahlenden GEMAGebühren – auch weil sie ihren Lebensunterhalt nicht mit dem Tango bestreiten. Vereinzelt können Betreiber unter den GEMASchirm ihres Vermieters (z.B. ein Kulturverein) schlüpfen und so recht wenig oder zumindest eine erträgliche Summe zahlen wiewohl es für sie häufig „überhaupt nicht nachvollziehbar ist, nach welchen Kriterien sich die Gebühr bemisst, da solch ein Tarif gar nicht veröffentlicht ist“, so Theresa Faus aus München. ?Von vielen anderen Veranstaltern erfahren wir, wie nervenaufreibend und belastend die langandauernde Auseinandersetzung mit der GEMA sein kann. ?So ein Leidgeprüfter aus Norddeutschland: „Wer eine Milonga veranstalten will, muss sich zwingend mit dem Thema befassen. ...

 
Corona
Cortina? Cambio? Cumparsita?
- Was, wenn es scheinbar nicht mehr weiter geht?
von Thomas Wanner

Im Februar, ja sogar noch im März, dachten wir da nicht (fast) alle, dass ‚es‘ vorbei gehen wird und dass spätestens im Herbst alles wieder gut ist? Oder wollten wir nur nicht wahrhaben, dass es auch in uns (fast) allen diese leisen und besorgten Stimmen gab, die ganz klar sagten: Nee, nee, ... die Ersten werden die Letzten sein … „Jetzt nicht, wir sind im Umzugstress“, bekomme ich nicht nur einmal zu hören, als ich per Telefon anklopfe mit ein paar Fragen zu den Veränderungen in Coronazeiten. „Wir sitzen hier gerade noch mit ein paar Leuten zum Abschied“, sagt Olof Roter (Novotango) und ruft später zurück: „Jetzt ist alles leer, komplett ausgeräumt – alles sieht anders aus, die Seele ist gegangen“. Auch MonaIsabelle Schröter (Tangoloft) erreiche ich in dieser Situation, ihre Antworten bekomme ich später schriftlich. „Gerade heute (gemeint ist 26. Juli 2020) haben wir die letzte Diele entfernt“, so schreibt sie, „wenige Tage vor der Schlüsselübergabe ist fast alles wieder im Rohbauzustand. ...

 
Música
Tango de Minas
- Frauenpower aus Köln
von Geert Böttger

Seit etwa zehn Jahren gibt es immer mehr Frauen, die in ihrer künstlerischen Kompetenz als Komponistinnen, Orchesterleiterinnen, Texterinnen anerkannt werden und sich im Tango des 21. Jahrhunderts profiliert haben. Auch in Deutschland gibt es seit 2016/17 eine Tangogruppe, die nur aus Frauen zusammengesetzt ist: die ‚Tango de Minas‘ aus Köln. ‚Minas‘ ist ein Wort aus der argentinischen Gaunersprache Lunfardo, das sich umgangssprachlich in etwa mit ‚Weiber‘ übersetzen lässt. Die ‚Minas‘ beleben die aktuelle europäische Tangomusik, weil sie einen sehr eigenen Sound entwickelt haben. Basis dafür ist die weitgehend untypische Instrumentierung der Gruppe: Claudia Glocksin (Klavier und Leitung), Johanna Stein (Cello), Katharina Stashik (Saxofon), Gaby Jüttner (Schlagzeug) und Ursula Cuesta (Gesang). Claudia Glocksin sagte uns: „Die Instrumentierung ist bewusst so gewählt. Die mir wichtigste Sache ist dabei das Schlagzeug. ...

 
Historia
Enrique Rodríguez
- und sein ‚Orquesta de todos los ritmos‘
von Olli Eyding

Die Sentenz, Tango sei ein trauriger Gedanke den man tanzen kann, verbindet wohl kaum jemand mit der Musik von Enrique Rodríguez und seinem ‚Orquesta de todos los ritmos‘. Mit lockeren, fröhlichen, beschwingten und zwischendurch auch durchaus mal albernen Nummern füllten die versierten und extrem vielseitigen Musiker Cabarets, Tanzclubs und – im Karneval – auch Sportstadien. ‚Bailar todos los ritmos‘ (Alle Rhythmen tanzen) war der Slogan des Orchesters. Entsprechend beschränkte sich das Repertoire nicht nur auf rund 130 Tangos, 40 Valses und 15 Milongas. Die Fans liebten und lieben genauso die lustigen, lebhaften und leichtfüßigen Märsche, Polkas, Pasodobles, Corridas, vor allem aber die 68 Foxtrotts, die heute noch als MilongaErsatz einem Tangoabend lockere Beschwingtheit einhauchen können und Rodríguez den Titel ‚König des Foxtrotts‘ sicherten. Entsprechend sind, für ein TangoOrchester untypisch, Klarinette, Posaune und Schlagzeug Teil des Orchestersounds. ...

 
Galeria
Kerstin Bäßmann
- „Ein Tanz zwischen Tusche, Papier und mir“
von Ute Schwidden

Scheu, höflich und ein bisschen unnahbar. Wenn ich Kerstin in fremden Städten Tango tanzend auf Milongas erlebe, sitze ich und sie tanzt. Denn sie ist nicht nur schön, sondern bewegt sich versunken und anmutig. Nicht nur ich, sondern auch die Männer wollen offenbar wissen: Wer ist diese Frau? Kerstin ist Tangotänzerin und lehrerin, Künstlerin, Studentin und mittlerweile auch Mutter. Seit sie denken kann, malt und zeichnet sie, um die Bilder aus ihrem Kopf auf die Welt zu bringen. Ausgehend vom Fotorealismus haben sie schon immer verschiedene Stile und Techniken gereizt und sie hat alles ausprobiert, was das Motiv von ihr verlangte: „Ich bin da nicht festgelegt und ich entscheide das auch nicht. Es ist ein bisschen, als würde das Motiv mich führen und ich höre einfach zu und folge dann.“ Genau das scheint Kerstin als Künstlerin auszumachen: Sie hört und sieht – und setzt um. Dabei positioniert sie sich nicht auffällig, ihre Sprache ist fein und leise.

 
CD-Recensión
El Cachivache Quinteto
- Tiempos Extraños
von Arndt Büssing

Was macht ein TangoEnsemble, wenn es aufgrund der COVID19Pandemie nicht mehr öffentlich spielen und touren kann? Genau: neue Lieder schreiben und eine CD veröffentlichen, die auf die ‚Zeit danach‘ hoffen lässt. Das ungestüme ‚/El Cachivache Quinteto‘/ zollt mit ihrem 2020erAlbum Tiempos Extraños genau diesem Umstand Respekt. Vier neue Stücke und fünf Klassiker sind zu hören, wobei ich besonders neugierig war, wie das Ensemble mit dem Weggang ihres Pianisten und Komponisten Pablo Montanelli umgeht. Nun, die neuen Kompositionen sind gelungen und Achi Deuz fügt sich als Pianist hörenswert in das Klangspektrum ein. Requiem para Beto von ihrem Gitarristen Vito Venturino ist eines der besonderen Stücke auf diesem empfehlenswerten Album, melodisch und stimmungsvoll wunderschön. La maraña von dem Bandoneonisten Adriano de Vita lebt von seinen Tempo und Dynamikwechseln. …

Tangodanza Team: Andrea Konschake, Birgit Hohaus, Olaf Herzog

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