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Martin Caparrós – Väterland 4179

Martin Caparrós – Väterland


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Martin Caparrós

Väterland

 
Roman, 288 Seiten, gebunden, 2020

 

Um Tango geht es in diesem Roman gar nicht. Fast nicht. Denn der junge Rivarola, mit abgebrochenem Jurastudium und ohne Job, würde am liebsten Tangos schreiben, „aber nicht diese verweichlichten Tangos über die Kleine, die mich verlassen hat, nein, Tangos, die vom Leben erzählen, (…) Tangos, die Typen wie ich trällern können, während sie auf die Straßenbahn warten.“
Doch zunächst schlittert er von einer Patsche in die nächste.

Wir befinden uns im Jahr 1933, in der ‚Infamen Dekade‘ mit Militärdiktatur und Arbeitslosigkeit, und wenn den kleinen Leuten schon das Brot fehlt, hält man sie wenigstens mit Spielen bei Laune. ... Caparrós, Journalist, Schriftsteller und Historiker, deutet aktuelle Bezüge an, etwa wenn der Vieh-Mafioso sagt: „Sie wissen nicht, dass man den Pöbel nur mit Leuten lenken kann, die genauso unkultiviert sind wie der Pöbel selbst. Oder zumindest als unkultiviert durchgehen, die die Sprache dieser Leute sprechen.“
Er versetzt er uns aber auch in die damalige Zeit. Ein spannender Krimi, flott und locker geschrieben, und Carsten Regling hat ihn, auch mit den deftigen Lunfardo-Ausdrücken, gut ins Deutsche übersetzt. Wie gesagt, der Tango ist nicht das Thema, aber nach dieser Lektüre versteht man ihn besser (Rezension in Tangodanza 84 - 4.2020).