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Ausgabe 4.2011 (Nr. 48) 2048

Ausgabe 4.2011 (Nr. 48)


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Ausgabe Nr. 48 - Oktober/November/Dezember 2011

Inhalt

  • Ambiente –  Sakraler Charme - Die ‚Esquina del Tango’ in Erfurt hat Hans Gunia besucht 
  • Galeria – Hartmut Schug - Den Düsseldorfer Tangofotografen portraitiert Stephanie Zeiler  
  • Música – Maestro Villasboas - Den berühmten Pianisten hat Karen Saban in Montevideo besucht 
  • Festival – Italien - Die ‚Tango[r]evolución’ in Cervia hat Veronika Fischer besucht 
  • Szene  –  Landau - Tango in der Pfalz, vorgestellt von Jutta Haas  
  • Nachtvögel – ¡Maldita Milonga! - Szene-Beobachtungen von milonguera   
  • Special Event – Tango-Bildung - ‚Tangosalón’ in Berlin und ‚milonga plus’ in Basel  
  • Danza – Alejandra Hobert & Adrian Veredice - Mit dem Paar der nächsten Tangodanza-Masterclass sprach Jürgen Dürmeier   
  • Danza – Jorge Dispari & Marita ‘La Turca’ - Estilo Villa Urquiza vom Feinsten, von Ute Neumaier  
  • Focus – Thema GEMA - Eine wahre Dreiecks-Geschichte mit praktischer Anleitung von Peter Mötteli 
  • Focus – Berühren im Tanz - Von einer Interdisziplinären Tagung in Berlin berichtet Elke Koepping
  • Focus – Tango Sentido - Ein Projekt für Sehende und Nichtsehende startete Ute Walter  
  • Focus – Tango Blind Date - Eine Begegnung auf Augenhöhe hatte Elke Koepping  
  • Veranstaltungen – Tanzen und erleben - Tango-Bälle mit Livemusik, Konzerte, Shows, Ausstellungen
  • Tanzkalender – Tanzen gehen - Milongas und Tangosalóns in Deutschland
  • Tanzkalender – Tanzen gehen - Milongas und Tangosalóns in Europa
  • Veranstaltungen – Tango im Radio
  • Workshops – Tanzen Lernen - Überregionale Angebote an Wochenenden 
  • CD-Recensiones – Neue CDs - Gehört und bewertet von unseren Autoren
  • Política – Bleibt Cristina Kirchner? - Präsidentschaftswahlen in Argentinien, von Josef Oehrlein  
  • Noticias – Nachrichten - Feedback & Kurzmeldungen aus der Tangowelt 
  • Libros –  Pedro Orgambide - ‚Ein Tango für Gardel’ stellt Klaus Hympendahl vor   
  • Libros –  ‚Tangosehnsucht’ - von Peter Ripota hat Antje Andrassy gelesen   
  • Especial – Época de Oro - Grundlegende musikalische Tango-Kenntnisse vermittelt Christian Tobler (Teil 2)  
  • Focus – Imposante Bauten - Deutsche Architektur in Buenos Aires kennt Sieglinde Oehrlein 
  • Música – Anthologie - Eine neue, umfangreiche CD-Box stellt Jürgen Bieler vor  
  • Glosse – Douglas Silberfuß - Kleine Tierkunde für Tangotänzer
  • Impresión – Vorstadt-Tango - Hier tanzt der normale Mensch! - von Klaus Hympendahl  
  • Recuerdo – Nachruf - Zum Tod von Esther Pugliese und Marc Peter schreiben Mathis Reichel und Marie-Antonine Woutaz   
  • Comic – Das Leben ist ein Tango (2) - Comic von der französischen Zeichnerin Nelly Baron 

Leseprobe

Danza_Alejandra_Adrian.jpg Danza – "Wenn wir Piazzolla hören, sehen wir Buenos Aires"
Alejandra Hobert & Adrian Veredice

von Jürgen Dürmeier

Sie gehören zur Weltspitze des zeitgenössischen Tango Argentino, ließen sich bei den großen Meistern ihres Fachs ausbilden und entwickeln seit Ende der 90er Jahre ihren eigenen, sehr persönlichen Stil. Ich treffe Alejandra Hobert und Adrian Veredice Wien, im Anschluss an das Festival Tangoamadeus. Als sie in der Lobby ihres Hotels ankommen, wirken die beiden etwas müde; sie sind aber auch sehr zufrieden – mit den Workshops, ihrer Show, den Locations – und jetzt vor allem eins: hungrig. Wir gehen in ein italienisches Restaurant um die Ecke. Alejandra nimmt, ich traue meinen Augen kaum, Pasta! Adrian hat Lust auf Steak und Kartoffeln, und ich bestelle, der Kilos wegen, einen Salat und ereifere mich über die fehlende Rücksichtsnahme einiger Tanzpaare auf den Festival-Milongas und vergesse darüber fast, das Aufnahmegerät einzuschalten ...
 
Danza_Jorge_Marita.jpg Danza – Jorge Dispari & Marita ‘La Turca’ – Tango-Unterricht als Hommage an die großen Milongueros von einst
von Ute Neumaier

In dem Arbeiterviertel Boedo in Buenos Aires liegt die Tangoescuela de Villa Urquiza von Jorge Dispari und Marita ‘La Turca’ – Urgesteine des Tango, Lehrer, Milongueros und Eltern der Tänzerinnen Geraldin Paludi und Samanta Dispari. Halb Schule, halb Wohnung, heimelig und chaotisch hat ihre Academia einen ganz eigenen, argentinischen Charme. Jorge sitzt am Computer und freut sich: “Heute ist ein großartiger Tag, ich habe mich bisher mit niemandem gestritten.“ Täglich diskutiert er in Facebook und wirbt für „seinen“ Tango, den er glühend verteidigt: den Tango von einst, ohne den sein und Maritas Leben und das ihrer drei Kinder nicht denkbar ist. Dass er dabei ein bisschen ruppig und dogmatisch wirkt, nimmt er in Kauf; das sei er dem Tango schuldig, denn dessen Essenz dürfe niemals verloren gehen ...
 
Focus_bilnd_date.jpg Focus – "Tango Blind Date" Eine Begegnung auf Augenhöhe für Sehende und Sehbehinderte
von Elke Koepping

Manche Tänzerin liebt das Gefühl, in besonders innigen Momenten auf der Milonga die Augen zu schließen und ganz in den Partner hineinzuspüren. Sich vom Rhythmus der Musik und der anderen Tanzenden im Raum tragen zu lassen. Die Welt um sich herum zu vergessen, der Führung vollständig zu vertrauen, einfach loszulassen. Selbstredend sollte der Führende dabei die Augen offen halten, anderenfalls wäre das Ergebnis in einem gut gefüllten Saal wohl Tango-Scooter. Schade eigentlich, fand Susanne Langer in Berlin. Diese Erfahrung, einfach nur noch zu hören und zu spüren, alle Sinne für den Raum um sich herum und die Partnerin zu öffnen, die sollte der Führende auch machen dürfen. Oder sogar müssen – um mehr Sensibilität für Partnerin wie Tanzfluss zu gewinnen ...
 
Musica_Villasboas.jpg Música – Maestro Villasboas – Ein verlorenes Bindeglied des Tango
von Karen Saban

"Im Schlafzimmer ist der Putz von der Decke gebröckelt. Karen, Sie wissen nicht, wie das ist, die Handwerker und Maler im Haus zu haben. Ich hätte mich am liebsten an den Straßenrand gesetzt und angefangen zu weinen", sagt er und zeigt sofort auf die Goldene Schallplatte im edlen Rahmen, die an der Wand hängt: "Diese schickte mir das Label aus London, wo ich eine Weile die Aufnahmen machte; früher nahmen auch die ‘Rolling Stones’ dort ihre Platten auf. Und die Urkunde ist ein Geschenk von ‘Joven Tango’ als ich in Australien auf Tournee war. Aber jetzt spiele ich nicht mehr, wissen Sie, ich habe Arthrose. Jetzt machen die jungen Leute unter dem Namen ‘Solisten von Villasboas’ weiter. Und sehen Sie nur in welch bescheidenen Verhältnissen ich lebe nach so vielen Jahren Arbeit. Schon Roberto Firpo sagte mir: ‘Junge, du verlierst Zeit in Uruguay, das ist zu klein. Geh nach Argentinien.’ Aber wie sollte ich gehen!" Villasboas spricht hastig und ohne Pause, so schnell und animiert wie früher mal seine Finger über die Tastatur glitten …
 
Nachtvoegel_Maldita.jpg Nachtvögel – ¡Maldita milonga!
von milonguera

... Mit klammen Fingern zurre ich die Riemchen meiner Tanzschuhe fest. Der erste Schluck Rotwein bringt eine Vorahnung der ersehnten wohligen Wärme. Die Freundinnen um mich herum glühen schon von ersten Tänzen, das Tuscheln und Flattern im Hühnerhaufen nimmt mich auf. Ich lehne mich entspannt zurück und sehe den Freuden der Nacht entgegen. Die Gewohnheit lenkt meinen Blick zum Tisch des Sizilianers – und ein paar holprige Herzschläge lang bin ich unfähig zu glauben, was ich dort sehe: Statt der vertrauten dunklen Gestalt flimmert dort eine blonde Fata Morgana in schulterfreiem Gold. Ihr großzügiges Dekolletee entfaltet sich malerisch im Licht der Kerze. Vor sich einen Champagnerkübel, betrachtet sie traumverloren das Glas in ihrer Hand. Ein zweites steht auf dem Tisch bereit. Nie zuvor hat jemals irgendein anderer an diesem Platz gesessen als der Sizilianer. NIE! ...
 
Galeria_Schug.jpg Galería – Tango privat – Hartmut Schug – der Tangofotograf
von Stephanie Zeiler

Tangotänzern gehört sein Auge. Der Düsseldorfer Hartmut Schug fotografiert seit zwölf Jahren bei großen Tangoshows, Milongas, bei Tangomarathons und neuerdings auch Profis ganz privat. Die Augenblicke, die er festhält, sind klassisch vertraut und gleichzeitig intim. Sie erzählen von Ausgelassenheit, Bewunderung, Konzentration, Hingabe und Wehmut. Es ist als ob er ihr etwas ins Ohr flüstert. Ihre Köpfe sind nur wenige Zentimeter voneinander entfernt. Ihr Blick ist gesenkt, ihre Muskeln angespannt. Beide tragen schwarz ...
 
Politica_Cristina.jpg Política – Bleibt Cristina Kirchner? – Vor den Präsidentschaftswahlen in Argentinien
von Josef Oehrlein

Die ‚Königin’ bleibt Argentinien erhalten. Cristina Fernández de Kirchner wird vermutlich das Land vier weitere Jahre regieren. Kaum jemand zweifelt noch daran, dass sie bei den Wahlen im Oktober im Präsidentenamt bestätigt wird, sehr wahrscheinlich gleich im ersten Wahlgang. Bei den so genannten Primärwahlen Mitte August, einer internen Abstimmung innerhalb aller politischen Strömungen, die Kandidaten aufgestellt haben, hat sie mehr als 50 Prozentpunkte erzielt. Regelrechte interne Wahlen waren das nicht, weil es bei nahezu allen Gruppierungen nur einen einzigen Bewerber gab. Es war also eher eine Art Meinungsumfrage, die für die amtierende Präsidentin überraschend positiv ausgefallen ist ...
 
CD_Recension_en_vivo.jpg CD-Recensión – En vivo – Tango Argentino Selección Nacional
von Marie-Antonine Woutaz

An einem Wochenende im August 2005 trafen sich im Teatro ND Ateneo in Buenos Aires die besten Tangomusiker der Welt und bildeten für zwei Tage das wichtigste Tangoensemble aller Zeiten. Ihr Livekonzert, das die Seele des Tango auf unnachahmliche Weise zum Ausdruck brachte, wurde mitgeschnitten und die CD mit dem Gardel-Preis 2007 für das beste Tango-Orchester-Album ausgezeichnet. Es handelt sich um eine einmalige und einzigartige Zusammensetzung von Musikern. Am Bandoneón spielen Leopoldo Federico, Ernesto Baffa, Rodolfo Mederos, Walter Rios, Horacio Romo und Pablo Mainetti ...
 

Tangodanza Team: Andrea Konschake, Christina Korn, Regina Latyschew, Olaf Herzog

 

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