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Ausgabe 1.2019 (Nr.77) 2077

Ausgabe 1.2019 (Nr.77)


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Ausgabe Nr. 77 - Januar/Februar/März 2019

 

Inhalt

Danza

  • 30 Jahre Tango Schule Basel - Autonomie und Verbundenheit, von Peter Mötteli

  • Tango als ein Weg zu sich selbst - Ein Gespräch mit Emiliano Alcaraz, von Luis Brand

  • Leonardo Mosqueda & Carina Lucca - Dem sich entwickelnden Tango verpflichtet, von Hans Gunia

Música

  • Música – Der Pianist José Colángelo - „Den Tango liebe ich zutiefst”, von Gabriel Martín Cócaro, Buenos Aires

  • Música – Klassenfahrt zum Tango - Über den Werdegang des polnischen Ensembles ‚Bandonegro’, von Jürgen Bieler

  • Música – Totgesagte leben länger - Der Neotango von ‚Gotan Project‘ zu ‚Plaza Francia Orchestra’, von Volker Marschhausen

  • Música – Mister Special-Denoise - Liebhaber der perfekten Aufnahme aus Kiel, von Dierk Jensen

  • Portrait – Trust the DJ - Anthony Cronin im Portrait, von Thomas Wanner

  • Workshop - TJ-Seminar total - Sechs Tage mit Monika Diáz & Christian Tobler, von Friederike Collin und Peter Bußjäger

Themen

  • Historia – Das Cabaret Chantecler - Aufstieg und Niedergang einer Institution, von Olli Eyding

  • Historia – Mädchenhandel & Prostitution - Das Schicksal der Sophie Chamys, von Michael Groß

  • Ambiente – Cafe Básico - Eisenbahnromantik meets Tango, von Dana Marietta Schuster

  • Galeria – Zeichnungen von Elfriede Österle - Spannung, Emotion und Dynamik, von Georg Schöpf

  • Galeria – Tango Skurril - Geschichten ohne viele Worte, von Cornelia Schöneich und Axel Weyer

  • Focus – Der Tanz der Nasen - Über die Rolle des Riechens beim Tango Argentino von Arnold Voss

  • Focus – Matías Alberto Tripodi - Ein Notationssystem aus Frankreich, von Thomas Rasche

  • In eigener Sache – Umfrage-Ergebnis - ... und Anregungen unserer Leserinnen und Leser

  • DVD-Recension – Tango Argentino - Neue Lehr-DVD von Nicole Nau & Luis – Pereyra von Andrea Tholl

Events

  • Veranstaltungen – Tanzen und erleben - Tango-Bälle mit Livemusik, Konzerte, Shows, Ausstellungen

  • Tanzkalender – Tanzen gehen - Milongas und Tangosalóns in Deutschland

  • Tanzkalender – Tanzen gehen - Milongas und Tangosalóns in Europa

  • Veranstaltungen – Tango im Radio

  • Workshops – Tanzen Lernen - Überregionale Angebote an Wochenenden

Rubriken

  • Recuerdo – Gloria Dinzel - Die Grande Dame des Tango Argentino, von Alejandra Almendro

  • Discusión – Guter Unterricht Teil 1 - Über den Frust beim Tango lernen, von Jochen Lüders

  • Noticias – Nachrichten & Kurzmeldungen aus der Tangowelt

  • Libros – Simone Schlafhorst - Neurotango© Prinzipien der Tango, von Arndt Büssing

  • Libros – Otto Eder - TANGO!!! Ein Fremdling in Wien, von Ralf Sartori

  • Libros – Ignacio Varchausky - El Contrabajo en el Tango, von Alexander Ringler

  • CD-Recensiones – Iwan Harlan – Tango Alemán, von Vanessa Kunke

  • CD-Recensiones – Hamburg Tango Quintett – Criollo Milonguero, von Christian Rothschild

  • CD-Recensiones – Orchesta Silbando – Mano Sinistra, von Olli Eyding

  • CD-Recensiones – Alejandro Sancho – Tangos, von Jürgen Bieler

  • CD-Recensiones – Sväng – Plays Tango, von Florian Gutmann

  • CD-Recensiones – Quinteto Pirincho/Roberto Firpo, Las milongas más milongas von Raimund Schlie

  • Feedback – Leserbriefe - Kritische Anmerkungen unserer Leser

     

    Tangodanza Team: Alexander Ringler, Andrea Konschake, Christine Grunert, Olaf Herzog

     

 

 

Leseprobe der Tangodanza Ausgabe Nr. 77 - 1.2019

Danza
Autonomie und Verbundenheit
- 30 Jahre Tango Schule Basel
von Peter Mötteli

Wahrscheinlich gibt es nicht viele Paare, die sich dem Tango kontinuierlich seit 30 Jahren widmen: tanzend, lernend und lehrend, ihn weiter entwickeln, davon auch ihren Lebensunterhalt bestreiten können und die ernsthaft nicht daran denken, damit aufzuhören. Cécile Sidler & Romeo Orsini aus Basel sind ein solches Paar. – Du bist Single in einer fremden Stadt, jung, beweglich und gut aussehend. Du hast ausreichend Freizeit und Lust, diese mit anderen zu verbringen. Vielleicht bist du sogar bereit, einen Teil deiner Autonomie zu opfern, dich also zu verbinden mit einem Partner, einer Partnerin. Also gehst du tanzen, dem Zeitgeist gemäß in eine Disco. Zwar tanzen dort alle allein, aber man kann auch anstrengungslos Nähe herstellen zu denen, die besonders attraktiv erscheinen. ?Wir sind im Jahr 1986. Romeo entdeckt in einer solchen Disco Cécile wieder, die er bereits anlässlich einer Tangoshow auf der Bühne gesehen – und wohl auch etwas bewundert hat. Aber auch Cécile bleibt an diesem Abend nicht ungerührt, fragt sich, ob die Dame ganz in der Nähe dieses hübschen jungen Tänzers seine Freundin sei, beschließt, dass nicht und versucht, mit geeigneten Posen auf sich aufmerksam zu machen. Tatsächlich nähert sich Romeo und spricht über die Musik der Tangoshow und andere, eher belanglose Themen. Doch sie tanzen den ganzen Abend 'beieinander'. ...

 
Portrait
Emiliano Alcaraz
- Tango als ein Weg zu sich selbst
von Luis Brand

Auf den argentinischen Tänzer und Lehrer Emiliano Alcaraz wurde ich das erste Mal bei einer Milonga aufmerksam. Sein Tanzstil ist weich und gelassen, er ruht in sich und ist ganz bei der Partnerin. Nun sitzt Emiliano, der seit einem Jahr in Berlin lebt, im Café vor mir und liest die deutsche Speisekarte. Emiliano, eine Zeit lang bist du zwischen Deutschland und Buenos Aires gependelt, hast in Hamburg mit Karin Solana Brennan unterrichtet und dich dafür entschieden, ganz nach Deutschland überzusiedeln. Was zog dich nach Berlin? Es sind immer die Extreme, die einen anziehen. Berlin ist eine grüne, saubere Stadt, und seit ich 2014 das erste Mal da war, hat sie mich in ihren Bann gezogen. Die Menschen sind offen, kreativ und interessiert – vor allem auch am Tango. Und wie kamst du zum Tango? Die Wahrheit ist, dass Frauen viel mit meinem Werdegang als Tänzer und Lehrer zu tun haben, natürlich, denn ich bin ja ein Mann. Eine Freundin bat mich, sie zu Tangostunden zu begleiten, da sie ihren Vater zu seinem Geburtstag mit einer kleinen Vorführung überraschen wollte. Ich ging gerne mit, war neugierig auf Neues und war schon in den ersten Stunden fasziniert von der Energie, die im Paar zur Musik entsteht. Die Freundin war blond, ich bin ein dunkler Typ, und schon nach einigen Stunden gemeinsamen Tanzens sagte ich zu mir: Irgendwann werde ich in Europa mit einer blonden Frau Tango tanzen. Und nun lebe ich in Berlin – und meine Tanzpartnerin Isabelle Rune ist blond. ...

 
Discusión
Guter Unterricht
- Über den Frust beim Tango lernen
von Jochen Lüders

Es gibt ziemlich viel (größtenteils berechtigte) Kritik am Tango-Unterricht in Deutschland, jedoch nur wenige ‚positive‘ Darstellungen. In Anlehnung an Hilbert Meyers Standardwerk Was ist guter Unterricht? möchte ich im Folgenden beschreiben, wie guter Tango-Unterricht meiner Meinung nach aussehen sollte. Grundlage des folgenden Beitrags ist einerseits meine über 30-jährige Erfahrung als Sport- und Tanzlehrer und andererseits eine mehrjährige Odyssee durch die meisten bekannten Münchner Tango-Studios. Was ich dort an schlechtem Unterricht erlebt habe, hat mich teilweise sprachlos gemacht. Trotzdem erhebt mein Beitrag nicht den Anspruch, repräsentativ den Unterricht in München (geschweige denn in Deutschland) abzubilden. Allerdings denke ich, dass die angesprochen Defizite schon typisch sind. Es soll um regelmäßigen Kurs-Unterricht gehen, bis auf den Punkt ‚Wiederholen‘ gilt alles aber auch für Workshops, Wochenend-Seminare etc. Ich konzentriere mich in erster Linie auf didaktisch-methodische Aspekte und vernachlässige die zahlreichen anderen Aspekte, die für guten Unterricht wichtig sind, wie z.B. Auftreten, Ausstrahlung, tänzerisches Können, pädagogische Kompetenz, Umgangston, Eignung des Raumes etc. ...

 
Focus
Der Tanz der Nasen
- Über die Rolle des Riechens
von Arnold Voss

Die einerseits unausweichliche, andererseits auch erwünschte, ja manchmal sogar ersehnte zwischenmenschliche Nähe ist der emotionale Kern jedes Paartanzes. Die gegenseitige Berührung, sei sie auch noch so artifiziell und entsprechend dosiert, ist Teil der gemeinsamen Bewegung in der Musik. Beim Tango Argentino kommt hinzu, dass die gegenseitige Umarmung ein ganz besonderer Bestandteil dieses Tanzes bildet. Wer sich da nicht riechen kann, hat ein Problem. – Geruch und Schweiß – Die Tanzenden wählen einander zwar mit den Augen aus, danach jedoch spielen auch der Tast- und Geruchssinn eine zentrale Rolle. Letzterer sogar am meisten, weil sich hier nichts durch Haltung und Schritte ändern lässt. Ein Mensch riecht wie er gerade riecht, und unsere Nasen lassen sich kaum willentlich verschließen. Gerade in der engen Umarmung sind sie es, die sich, manchmal fast störend, sogar am allernächsten kommen. Das aneinander Schmiegen der Gesichter ist deswegen oft komplizierter, als es für den Zuschauer aussieht. ...

 
Música
Bandonegro
- Klassenfahrt zum Tango
von Jürgen Bieler

Die vier jungen Herren aus Polen haben sich in den vergangenen Jahren zu einem der beliebtesten Live-Acts auf größeren Milongas und Festivals quer durch Europa gemausert. Vor allem auf solchen, wo auch traditioneller Tango gespielt und getanzt wird. Kein Wunder, denn die Klänge und Spielweisen von früher beherrschen sie verblüffend gut – nur kommt das, was sie spielen, ganz ohne Kratzer und Rauschen von der Bühne. Dafür aber ähnlich kraft- und schwungvoll wie bei den ‚Name‘-Orchestern aus der großen Zeit des Tango. – Das Quartett-Orchester – Inwieweit – neben solider musikalischer Kompetenz – das Selbstbewusstsein der jungen Polen ihren Erfolg mit beeinflusst hat, ist eine spannende Frage. Üblicherweise würden sich vier Musiker ordnungsgemäß und bescheiden als ‚Quartett‘ bezeichnen, nicht so ‘Bandonegro‘. Michal Glówka (Akkordeon und Bandoneon), Jakub Czechowicz (Violine), Marek Dolecki (Piano) und Marcin Antkowiak (Kontrabass) nennen sich selbstbewusst ‚Tango Orquesta‘. Rein klanglich betrachtet stimmt das sogar, denn die Formation spielt in der kleinen Besetzung weit weniger kammermusikalisch als andere und hat zudem den Stil sowie die Tricks der alten Orchester-Spielweise sehr genau studiert. Ihre in 2017 aufgenommene CD Tanchestron ist so etwas wie das Ergebnis dieser Bemühungen und gleichzeitig ein solider Nachweis ihrer musikalisch-künstlerischen Fähigkeiten im Umgang mit den alten Stilen. Ausgewählt wurden überwiegend sehr gut tanzbare Instrumentals, deren musikalische Ausführungen sich ganz eng an die Originalaufnahmen der verschiedenen Orchester halten. ...

 
Música
Totgesagte leben länger
- Von ‚Gotan Project‘ zu ‚Plaza Francia Orchestra‘
von Volker Marschhausen

„Wir waren der Funke, der einen Flächenbrand ausgelöst hat.“ Philippe Cohen-Solal Um die Bedeutung des ‚Plaza Francia Orchestra‘ für die Fortentwicklung des Elektrotangos gewichten zu können, ist es notwendig, einen Blick zurück auf die Anfänge von ‚Gotan Project‘ zu werfen – das 1999 ebenfalls von Eduardo Makaroff und Christoph H. Müller zusammen mit Philippe Cohen-Solal gegründet wurde. Deren zwei Jahre später veröffentlichte CD La Revancha del Tango wurde bekanntlich zu einem Befreiungsschlag für den zeitgenössischen Tango und initiierte damit eine Welle von Elektrotango-Bands, die unter dem Etikett ‚Neotango‘ praktisch ein neues Genre schufen. Im Kielwasser des kommerziellen Erfolgs dieser ‚Tango-Revolution‘ bildeten sich unzählige, mit heißer Nadel gestrickte Plagiate, die später entscheidend zu Diskreditierung des Elektrotango beitrugen. „Es ist so einfach, einen ‚Danceloop‘ aufzunehmen und einen Tangomusiker zu bitten, mit seinem Bandoneon etwas darüber zu spielen“, übt Eduardo Makaroff Kritik an den ‚Cut and Paste‘-Collagen der Konkurrenz. Während Lunatico noch am Erfolg von La Revancha del Tango anknüpfen konnte, leitete das etwas großspurig vermarktete Album Tango 3.0 das Ende kreativen Schaffens des Projektes ein. Es folgten lediglich schmallippige Remixe ihrer frühren Hits. …

 
CD-Recensión
Hamburg Tango Quintet
- Criollo Milonguero
von Christian Rothschild

Eine Hafenkulisse auf dem Cover der ganz frischen CD des Quintetts um die Bandoneonistin Aneta Pajek erinnert mich an das berühmte Postkartenmotiv aus La Boca mit den Brücken im Hintergrund. Der Titel der CD Criollo Milonguero zielt auf den Anspruch des Quintetts, den Tango der großen Orchester der EdO authentisch wiederzugeben. Aneta Pajek ist auf Bällen und Milongas mit ihren verschiedenen Formationen oft gesehen und gehört. Die Musik ist immer gut tanzbar und die Künstler verbreiten Tanzlaune. Einen wesentlichen Anteil daran hat sicherlich auch Caio Rodriguez, der charmante Tango-Tenor, der mit seiner Präsenz auf der Bühne und mit seiner angenehmen Stimme so richtig in den Tango der Goldenen Epoche passt. Ich höre die CD im Auto. 17(!) Titel, neun Tangos, vier Valses, zwei Milongas und zwei Foxtrott begrüßen mich mit dem für dieses Quintett typischen Setting. …

 

Tangodanza Team: Alexander Ringler, Andrea Konschake, Christine Grunert, Claudia Noevers, Olaf Herzog

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