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Art.Nr.: 2040
Ausgabe: 4/2009 (Nr. 40)
Preis:
8,00 EUR
Lieferzeit: 3-4 Tage
Ausgabe Nr. 40 - Oktober/November/Dezember 2009
Inhalt
Ambiente – El Beso - Eine der berühmtesten Milongas stellt Ute Neumaier vor
Ambiente – Der Zieglersaal in Karlsruhe - „Eine Milonga wie in Buenos Aires ...“ besuchte Jürgen Dürmeier
Discusión – Keine Polemik! - Neotango-Retrotango-Tango! von Peter Mötteli
DVD-Recensiones – Café de los Maestros - Den Film von Gustavo Santaolalla rezensiert Martina Tabel
Interview – Nancy & Damián - Zum Tanzen mit festem Partner befragte die beiden Luisa Brand
Especial – Bandoneón - Dem Klanggeheimnis auf der Spur ist Klaus Wosnitzka (Teil 1)
Portrait – Juan Carlos Copes - Dem Tänzer des Jahrhunderts begegnete Carlos Bevilacqua
Serie – ‚Erste Hilfe’ für die Milongueras – Die Toilettendamen von Buenos Aires besuchte Ute Neumaier
Focus – Die GEMA - Durch den Paragraphen-Dschungel der Rechteverwertungsgesellschaft führt Friedrich-Wilhelm Heumann
Kommentar – Mein schönes Tango-Leben mit der GEMA - Ein Kommentar von Minh Dinh Quach
Historia – ‚Vai Ven’ - Den berühmten Schritt von Carlos Copes und Maria Nieves stellt Antón Gazenbeek vor (Teil 1)
Focus – Tango-Notation - Eine neue Tanzschrift hat Thomas Rasche entwickelt
Galería – Rote Schuhe & mehr - Den Fotografen Uwe N. Philipp portraitiert Veronika Fischer
Política – ‚Paco’ - Über die ‚Ausrottungsdroge’ der Armen in Argentinien schreiben Sieglinde und Josef Oehrlein
Cuento – Raum ohne Zeit - Eine Erzählung von Maria Schmidt
Workshop – „Tanzt euch doch schon mal warm!“ - Tango-Unterricht und Aufwärmung von Gaby Mardshana Oeftering
Libros – Tango - Den Bildband von Eduardo Araníbar stellt Antje Andrassy vor
Libros – Tango Argentino - René Baltus Buch über leidenschaftlichen Kampf hat Claudia Tiemann gelesen
Tanzkalender – Tanzen gehen - Milongas und Tangosalóns in Deutschland
Tanzkalender – Tanzen gehen - Milongas und Tangosalóns in Europa
Veranstaltungen – Tanzen und erleben - Tango-Bälle mit Livemusik, Konzerte, Shows, Ausstellungen
Veranstaltungen – Tango im Radio
Workshops – Tanzen Lernen - Überregionale Angebote an Wochenenden
DVD-Recensiones – Die neuen Lehr-DVDs hat sich Luisa Brand angeschaut
CD-Recensiones – Neue CDs - gehört und bewertet von unseren Autoren
Noticias – Nachrichten und Kurzmeldungen - Aktuelles aus der Tangowelt
Feedback – Leserbriefe - Lob, Kritik und Anregungen
Leseprobe
Portrait Juan Carlos Copes – Der Tänzer des Jahrhunderts
von Carlos Bevilacqua
... Juan Carlos Copes hatte eine schwere Kindheit. Er erblickte das Licht der Welt in einer kleinen Holzhütte im Stadtteil ‚Mataderos’ in Buenos Aires, wo er einen einzigen Raum mit Eltern, Cousins, Cousinen und Großeltern teilte. All dies datiert auf die frühen 1930er Jahre, als die Auswirkungen der großen Depression auch in Argentinien spürbar waren. Neben Armut, wenn auch begleitet von Liebe und selbst gekochtem Essen, musste der Junge Juan Carlos mit ständig streitenden Eltern (wenn sie nicht grade getrennt waren) und zahlreichen Umzügen zurechtkommen, die ihn immer wieder zwangen, sich an eine neue Umgebung zu gewöhnen. Und dies in Zeiten, in denen nachbarschaftliches Leben der Schlüssel zur Alltagsbewältigung der Menschen war. ...
Interview Nancy & Damián – Vom Tanzen als festes Paar
von Luisa Brand
Wir sitzen in einer Altbauküche in Heidelberg, Nancy macht uns Kaffee. Beide haben eben noch unterrichtet, jetzt fordert Söhnchen Joel ihre volle Aufmerksamkeit. Nancy und Damián gehören seit vielen Jahren zu den begehrtesten Tanzpaaren des Tango Argentino aus Buenos Aires. Im Moment sind sie auf Tournee, ihre Stationen sind unter anderem Heidelberg, Kopenhagen, Leipzig – aber auch Taiwan. Ihr Zuhause besteht aus wechselnden Hotelzimmern und – wenn es etwas entspannter ist, so wie hier in Heidelberg – aus Privatwohnungen, in denen die drei fast wie eine normale Familie leben.
Nancy, Damián, ihr unterrichtet häufig in Europa. Ist aus eurer Sicht unser Verständnis vom Tango auf das Tanzen reduziert? Und fehlt uns die Tangotradition?
Damián:
Das würde ich nicht sagen, der Tango hat sich in den vergangenen zehn Jahren in Europa gut integriert. Durch die vielen Tangolehrer kam viel von der Tangotradition nach Europa. Außerdem tanzt man nicht überall gut in Buenos Aires, vor allem im Zentrum nicht.
Was gilt es denn zu erhalten an alter Tangotradition?
Damián:
Die Musik, die Tandas und die Tische um die Tanzfläche herum. Mir gefällt es nicht in Milongas zu tanzen, in denen die Tische nur an einer Seite stehen. Tango hat einen exhibitionistischen und voyeuristischen Aspekt, und der muss mitgedacht und akzeptiert werden. Ich gehe natürlich auch tanzen, um zu sehen und gesehen zu werden. ....
Focus Im Dickicht der GEMA
Bundestagspetition fordert Prüfung der Geschäfts-Praktiken
von Friedrich-Wilhelm Heumann
Wohl kaum eine Institution in Deutschland ist derart gefürchtet und verhasst wie die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte). Dabei war der Gedanke, der zur Gründung dieser Rechteverwertungsgesellschaft geführt hatte, im Grunde ein guter: Man wollte dafür sorgen, dass Künstler gerade auch für die wiederholte Aufführung ihrer Werke gerecht entlohnt werden – so sie denn Mitglied der GEMA sind. Doch seit langem stöhnt und ächzt gerade auch die Tangowelt ob der finanziellen Belastungen, die die Gesellschaft den Veranstaltern von Events jeglicher Art aufbürdet. Vor wenigen Wochen wurde eine Petition an den Deutschen Bundestag gerichtet, die diese Problematik thematisiert und von weit mehr als 100.000 Menschen getragen wird. Unser Autor erklärt, wie schwierig es ist, sich im Paragraphen-Dschungel der GEMA zurecht zu finden...
Serie ‚Erste Hilfe’ für die Milongueras
von Ute Neumaier
‚Toilettendamen’, ‚Toilettenherren’ – in Deutschland kennt man sie nur noch als aussterbende Spezies, deren wortkarg verrichtete Arbeit zunehmend von der voll automatisierten Toilettenmaschine übernommen wird. Ganz anders in Argentinien, wo die stillen Örtchen alles andere als still sind und einer ihrer guten Geister sogar zum Titelheld eines Theaterstücks wurde: ‚El Señor del baño’ wurde sieben Jahre lang erfolgreich in den Theatern von Buenos Aires gespielt. Wer in den Milongas von Buenos Aires unterwegs ist, begegnet ihnen bald – diesen vielseitigen Engeln, die der Milonguera bei praktischen wie seelischen Nöten helfend zur Seite stehen. ...
DVD-Recensión Café de los Maestros
von Martina Tabel
... Der Dokumentarmusikfilm des Regisseurs Miguel Kohan und des argentinischen Komponisten, Musikers und Oscar-Preisträgers Gustavo Santaolalla, von dem die Soundtracks zu ‚Brokeback Mountain’ und ‚Babel’ stammen, ist eine liebevolle Verneigung vor den Künstlern des Goldenen Tango-Zeitalters. Diese Meister haben in den 40er- und 50er-Jahren dem Tango am Rio de la Plata ihren Stempel aufgeprägt und charakteristische Stile geschaffen. Sie haben unvergessene Arrangements geschrieben und sich in die Herzen der Zuhörer gesungen und gespielt: Leopoldo Federico, José Libertella, Luis Stazo, Carlos Garcia, Lagrima Rios, Anibal Arias und all die anderen. Der Film holt sie noch einmal ins Rampenlicht und zum Schluss zu einem gemeinsamen Konzert auf die Bühne des Teatro Colon. Und da ist sie wieder, die Faszination, die von ihnen ausgeht, jetzt mit einem zusätzlichem Glanz: der Ruhe und Gelassenheit eines langen Musikerlebens.
Der 90-minütige Streifzug durch den Tango von einst ist daher auch eine Verneigung vor dem Alter. ...
CD-Recensión Bassa – Berlin Tango
von Stefan Franzen
An Tango-Kapellen ist deutsche Hauptstadt ja nun nicht gerade arm, doch dieses reine Instrumentalensemble agiert von einer Sonderposition aus. ‚bassa’ begreifen Tango und seine Verwandten Milonga und Vals nicht als musikalisches Apodiktum, sondern gehen mit dem Genre sehr frei um, öffnen es etwa in Richtung Balkan, Bossa und Flamenco. Das Quintett schafft dabei eine durchgängig kammermusikalische Atmosphäre, Musik, die nie auf vordergründige Effekte abzielt, zugleich aber denkbar weit von jeglicher Klangtapete entfernt ist. ...
Tangodanza Team: Andrea Konschake, Christina Korn, Regina Latyschew, Olaf Herzog
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