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Tangodanza
Ausgabe 1/2014 (Nr. 57)
Art.Nr.: 2057

Ausgabe 1/2014 (Nr. 57)


Preis: 8,00 EUR

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Ausgabe Nr. 57 - Januar/Februar/März 2014

Inhalt

  • Danza – Michelle & Murat Erdemsel – Inspirierende Lehrer und verspielte Tänzer hat Heike Baum getroffen
  • Serie  – Olga Besio – Tangounterricht als Berufung. Ein Portrait von Ute Neumaier 
  • Workshop – ¡Entusiasmo! – Den Musikalitätsworkshop vom 'Sexteto Roberto Siri' hat Katrin Bengl besucht
  • Ambiente  – La Glorieta – Die Open-Air-Milonga mit nostalgischem Flair hat Ute Neumaier besucht
  • Danza – Daniela Pucci & Luis Bianchi – Die brasilianisch-argentinische Liaison stellt Peter Mötteli vor
  • Galería – Ishka Michocka – Ein Portrait der Tangofotografin von Elke Koepping
  • Bandoneon – Ricardo Matteo – und die Magie des Bandoneons. Von Roberto Saban
  • CD-Recensiones – The Masters of Tango – Teil 2 des CD-Sets voller Tango-Klassiker stellt Hans Peter Salzer vor
  • Moda – 10 Jahre Munay – Über die Liebe zur Kunst des Schuhmachens schreibt Angela Weber 
  • Szene – Tango in Delhi –  Von dem Mut, sich zu berühren, berichtet Olaf Winkelmann
  • Festival – Tango de mi vida – Das 10. Belgrader Tangofestival hat Maria Riedler besucht
  • Danza – „Extraportion Leben“ – Nicole Nau & Luis Peyrera im Interview mit Thomas Kröter
  • Szene – Tangogefühl – Peter Beckers Männergruppe hat  Gerhard Riedl besucht
  • Focus – Alma en vuelo – Zum Zehnjährigen des Leipziger Tangosalons gratuliert Susanne Langer
  • Portrait – Theresa Faus – „Ich mache nur, was mir gefällt!“, von Susanne Mühlhaus
  • Special Event  – Locura Tanguera – Die Tango-Dinnershow in Berlin stellt Thomas Kröter vor
  • Festival – Bonner Tangofestival – Wo sich Tradition und Moderne umarmen war Dana Oberschelp
  • Discusión – Tangokrise reloaded – Ein offenes Wort einer Tanguera aus dem Ruhrgebiet
  • Libros – Michael Lavocah – Die ‚Tango-Geschichten‘ auf Deutsch hat Raimund Schlie gelesen
  • Historia – Jorge Luis Borges – Tonbänder mit Original-Aufnahmen gefunden. Von Sieglinde Oehrlein
  • Focus – Intango – 20 Jahre Tango in Heidelberg und Mannheim, von Jutta Haas
  • Szene – Tangoboom – in Waltershausen. Von Spatzen und Murmeltieren erzählt Sabine Zubarik
  • Veranstaltungen – Tanzen und erleben - Tango-Bälle mit Livemusik, Konzerte, Shows, Ausstellungen
  • Tanzkalender – Tanzen gehen - Milongas und Tangosalóns in Deutschland
  • Tanzkalender – Tanzen gehen - Milongas und Tangosalóns in Europa
  • Veranstaltungen – Tango im Radio
  • Workshops – Tanzen Lernen - Überregionale Angebote an Wochenenden 
  • CD-Recensiones – Neue CDs - Gehört und bewertet von unseren Autoren
  • Libros – Ralf Sartori – Seine Maximen für den tanzenden Eros stellt Gabriele Hußmann vor
  • Danza – Viel unterwegs – Mit Natalia Hassan & Leonel Mendieta hat Susanne Mühlhaus gesprochen
  • DVD-Recensión – Nuestro Tango – Die Lehr-DVD hat sich Klaus Hympendahl angeschaut
  • Recuerdo – Oscar Moyano – Ein Nachruf von Marie-Antonine Woutaz  
  • Noticias – Nachrichten & Kurzmeldungen aus der Tangowelt 
  • Feedback – Leserbriefe – Kritische Anmerkungen unserer Leser 

Leseprobe

Danza_Murat_Michelle.jpg Danza – Michelle & Murat Erdemsel - Inspirierende Lehrer und verspielte Tänzer
von Heike Baum

"Welche drei Dinge nimmst du mit auf eine einsame Insel?" Für die meisten Menschen ist das eine hypothetische Frage. Für Michelle und Murats Alltag hat sie große Bedeutung. Denn den größten Teil des Jahres sind sie mit zwei Koffern auf Reisen, die Gepäckbestimmungen der Fluglinien vor Augen: "Wir nehmen für uns bedeutsame Sachen mit", sagt Murat. "Ein Blick in unsere Koffer zeigt ziemlich deutlich, wer wir sind." Manchmal wünschen sie sich schon einen festen Ort, ein Zuhause, an dem sie tanzen und unterrichten können. Sie würden sich für Hawaii entscheiden, die Heimat von Michelle. Doch immer wieder bekommen die beiden verlockende Einladungen zu Tangoveranstaltungen, oft zum wiederholten Male, wodurch sich bestehende Verbindungen vertiefen und Freundschaften entstehen. "Wie hier in Stuttgart mit Vera und Leonardo vom Tango Ocho", sagt Murat. "Sie waren mit die Ersten, die uns nach Europa einluden, und seither kommen wir jedes Jahr wieder." ...

Ambiente_Glorieta.jpg Ambiente – La Glorieta - Open-Air-Milonga mit nostalgischem Flair
von Ute Neumaier, Buenos Aires

Wer die Klimaanlagen und Ventilatoren der Indoor-Milongas von Buenos Aires leid ist, und mal an der frischen Luft mit Blick auf die Grenzlinie zwischen Himmel und Erde Tango tanzen möchte, darf sich La Glorieta keinesfalls entgehen lassen. Eine kleine Reise ist es schon vom Stadtzentrum ins schöne Belgrano, die sich aber durchaus lohnt. Und das nicht nur, weil man bei der Fahrt in einem Bus aus dem Zentrum erleben kann, wie sich die Stadt vom Süden in Richtung Norden hin verändert, wie die Straßen breiter werden, das Grün satter und die Luft besser. Gegenüber des Busterminals liegt der kleine Park Barrancas de Belgrano, der 1892 von dem französischen Landschaftsarchitekten Charles Thays angelegt wurde. Selbst ein Newcomer findet auf der Grünfläche schnell, wonach er sucht. Denn La Glorieta ist hier am Spätnachmittag samstags und sonntags weder zu übersehen, noch zu überhören. Auf einer kleinen Anhöhe steht ein wundervoller, romantischer Pavillon, in dem Tangueros im magischen Licht der Abenddämmerung ihre Runden drehen...

Serie_Olga_Besio.jpg Serie – Olga Besio - Tango-Unterricht als Berufung
von Ute Neumaier, Buenos Aires

Olga Besio im Interview. Sie erzählt lebendig und sprachgewandt von einem Leben für den Tanz, in dem es drei Konstanten gegeben hat: den Tango, ihre Liebe zu ihren Kindern Ariadna und Federico Naveira und ihre Berufung als Lehrerin. Sie schildert die Stimmung in Argentinien nach der Rückkehr der Demokratie, in der der Tango zu neuem Leben erwachte. Und sie äußert sich entrüstet über Códigos als Lehrinhalte und das Auswendiglernen von Schritten im Unterricht – dies sei ein Affront gegen den Tango schlechthin. Nur wenn es um ihre Zeit mit Gustavo Naveira geht, wird sie ganz still und man spürt sofort, dass weitere Fragen an nicht verheilte Wunden rühren würden. Olga Besio ist eine imposante Erscheinung und Persönlichkeit, die bestimmte Fakten ihres Lebens, wie ihr Alter oder Jahreszahlen, gerne im Dunkeln lässt. Sei es in der Milonga oder im Unterricht – sie ist nicht zu übersehen und man hat gleich Respekt vor ihr. So muss sie früher schon gewesen sein. Denn als in Argentinien nach sieben Jahren Militärdiktatur der Tango noch ein Schattendasein führte, fand ihr Vorschlag, in einem der ersten Kulturzentren Tango-Unterricht zu geben, Gehör..

Galeria_ishka_michocka.jpg Galería – Ishka Michocka - Die Tangofotografin
von Elke Koepping

Ishka Michocka ist schwer zu fassen zu bekommen, sie reist viel. Von Festival zu Festival und zwischen ihren drei Wahlheimaten Buenos Aires, Berlin und einem kleinen Ort in Südwestengland bei Devon. Ein Zufluchtsort vor der Hektik der großen Städte und der stabilisierende Ruhepunkt in ihrem unsteten Leben. Sie zieht sich dahin zurück, um zu regenerieren, Projekte aufzuarbeiten – und neue Reisepläne zu schmieden. Ein Biergarten in einem dieser hippen Kreuzberger Läden direkt an der Bergmannstraße, klar gibt’s da auch einmal die Woche Tango. Denn mittlerweile kreist auch Ishka Michockas Arbeitsalltag zu großen Teilen um ihre Tanzleidenschaft. „In Buenos Aires fühle ich mich zu Hause, da verbringe ich am meisten Zeit“, erzählt sie zwischen einem fröhlichen kleinen Flirt mit dem spanischsprachigen Kellner und einem hungrigen Picken in das Olivenschälchen, das er serviert. „Sorry, I haven’t had anything to eat yet“, entschuldigt sie sich bei mir. Mühelos wechselt die gebürtige Polin zwischen spanisch und englisch hin und her. Ich bin beeindruckt von ihrem sprachlichen Talent. Und von der Leichtigkeit, mit der sie heute hier und morgen dort lebt und arbeitet. Sie scherzt „sogar in Berlin ziehe ich ständig um“, weil sie gerade im Begriff steht, aus ihrer Kreuzberger Übergangswohnung in ihre eigentliche Wohnung im Prenzelberg zu wechseln...

Portrait_Theresa_Faus.jpg
Portrait – Theresa Faus - „Ich mache nur, was mir gefällt!“
von Susanne Mühlhaus

Veranstalterin, DJane, Musik-Seminarleiterin – die Liste dessen, was Theresa Faus für und mit dem Tango tut, ist lang. Das erste Mal begegnete sie ihm (nach zehn Jahren des Standard-Latein-Tanzens) in der Show Tango Pasión und war sofort begeistert. Theresa wusste: „Das will ich auch!“. Vor fast 20 Jahren machte sie auf der Praterinsel in München einen Schnupperkurs bei Tango Maldito. Und nun legt sie selbst schon seit zehn Jahren Tangomusik auf Milongas in ganz Deutschland, in Paris, Asturien und in Buenos Aires auf. Theresa Faus ist eine der gefragtesten DJanes und kann sich noch gut erinnern, wie alles damals für sie in München begann. „1995 gab es schon viele Tangotänzer. Sie tanzten in meinen Augen sehr gut – das würde ich heute vielleicht anders sehen. Die zwei Milongas in der Woche waren groß und gut besucht, und zur Live-Musik reisten Leute von weit her an. Es gab einen gewissen Zusammenhalt – solche Lager wie ‚klassisch’ und ‚modern’ gab es noch nicht.“ Erst nach zwei Jahren Unterricht wagte sich Theresa zum ersten Mal auf eine Milonga: 1997 auf den Tangoball im Prinzregententheater. „Ich war insgesamt sehr aufgeregt, habe mit klopfendem Herzen mit vielen verschiedenen Männern getanzt und konnte die ganze Nacht danach nicht schlafen. Ich hatte ja zwei Jahre lang nur mit demselben Tanzpartner getanzt.“ Gustavo Naveira war auf Einladung von Metin Yazir in München. Gustavo war damals alleine und tanzte etwa mit der Hälfte aller Frauen auf der Milonga – auch mit Theresa. „Ich wusste damals gar nicht, wie bedeutend dieses Ereignis war!“ ...

Szene_Dehli.jpg Szene – Delhi - Von dem Mut, sich zu berühren
von Olaf Winkelmann

Tango ist ein globales Phänomen. Auch Indien ist phänomenal: ein eigener Kontinent mit 73 offiziellen Sprachen und ebenso vielen Kulturen, jährlich zweistellige Wachstums- und Inflationsraten. Indien hat eigene Tanzformen wie z.B. den südindischen Khatarak oder die diversen 'Tempeltänze' – nicht zu vergessen die unzähligen Bollywood-Tanzszenen. Alle diese Tänze haben aber eines gemeinsam: Männer und Frauen fassen sich nicht an – nicht bei der Begrüßung, nicht beim Abschied, am besten gar nicht. Das indische Rollenverständnis von Frau und Mann selbst in den höheren Gesellschaftsschichten ist archaisch; die Frau geht nach der Hochzeit in der Familie des Mannes auf. 90 Prozent aller indischen Hochzeiten sind 'Matrimonials', so werden hier von den Familien arrangierte Ehen bezeichnet. Die Scheidungsrate in Indien liegt unter zwei Prozent. Nicht etwa, weil diese Ehen so glücklich wären, sondern vor allem, weil durch die organisierte Verknüpfung der Familien jede Trennung einer Familientragödie gleichkommt, die nicht nur das Paar und den engeren Familienkreis betrifft. Hinzu kommen Behörden, die durch die Verschleppung von Scheidungsfällen ein Übriges dazu tun, Trennungswilligen möglichst viele Steine in den Weg zu legen. Man spricht von einem 'Scheidungsstau' von fünf bis zehn Jahren. ...

CD_Tango_Tales.jpg CD-Recensión – Tango Tales - Angel Bailarin
von Jürgen Bieler

Das hübsche Tanzbild auf dem Cover trügt ein wenig, denn mit Tanz hat diese CD eigentlich nichts im Sinn. Bernd Ruf (Klarinettist, Dirigent, Dozent, ‚Grammy Nominee 2001’) und Raul Jaurena (Bandoneon, ‚Latin Grammy Winner 2007’) präsentieren hier Tango in kleiner Besetzung. Raul Jaurena hat schon beim Tango-Projekt von Giora Feidman mitgewirkt, mit Klarinette kennt er sich also aus. Und Bernd Ruf hat einiges von der Phrasierungskunst, den ‚Variaciones’ der Bandonionisten, in sein Spiel integriert – auch nicht schlecht. Das musikalische Programm der CD ist weit gesteckt. Es beinhaltet Interpretationen von alten Instrumental-Tangos wie El Choclo, Maglios El Llorón und El Enterriano, hinzu kommen Sänger-Tangos von Troilo, J. C. Cobian und einige bekannte Gardel-Titel. Für den moderneren Tango steht Piazzollas Nightclub 1960, vier Kompositionen von Jaurena runden das klingende Angebot ab...

Tangodanza Team: Andrea Konschake, Christina Korn, Regina Latyschew, Olaf Herzog




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